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Bescheidene Saison mit Happy-End

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Den regelmässigen Besuchern unter euch ist es mit Sicherheit aufgefallen - es war diese Saison etwas ruhiger auf moto-lifestyle.ch. Das hat auch einen oder besser gesagt drei triftige Gründe. Begonnen hat meine Pechsträhne diesen Frühling.

Und eines kann ich schon vorab verraten - in diesem Jahr hab ich definitiv keine halben Sachen gemacht.
 
Der Juni
Eigentlich hatten wir alle einen traumhaften Start in die Saison. Das Wetter war perfekt und der Drang, möglichst viel Zeit draussen zu verbringen, entsprechend gross. Also habe ich mir eine Trekking-Ausrüstung zugelegt. Die Idee die dahinter steckte, war in diesem Jahr Outdoor-Aktivitäten und Wanderungen mit Motorradtouren zu verbinden. Leider musste ich bei unserem ersten Ausflug in die Wildnis den korrekten Umgang mit der Axt auf die harte Tour lernen. Die gute Nachricht: die Finger blieben alle dran und die Sehnen und Knochen waren unverletzt - noch einmal Glück gehabt. Nachdem die aufgerissenen Blutgefässe verschlossen wurden, konnte die Wunde mit ein paar Stichen genäht werden.
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Der Juli

Die darauffolgende Wanderung durch das Tal des Schmerzes dauerte zwei bis drei Wochen. Als ich endlich Licht am Ende des Tunnels sah, stellte sich heraus, dass dieses Licht keine wärmenden Sonnenstrahlen waren, sondern die Scheinwerfer des Zugs der mir entgegen donnerte. Und zwar in Gestalt einer Lungenentzündung die ich mir Anfang Juni an den Swiss Harley Days in Lugano einfing. Ich habe mich immer noch nicht entschieden, was mehr Spass machte, die Fahrt im Regen von Lugano nach Hause oder die anschliessenden drei Wochen, die ich krank im Bett lag, während draussen die Sonne gnadenlos auf die Decke unserer Dachwohnung ballerte.
Reto_Unfall_02
 

Der August

Über den Beginn des Augusts freute ich mich nicht nur, weil zwei Monate mit Unfall und Krankheit hinter mir lagen, es war auch der Zeitpunkt, an dem Manuela und ich den Termin auf dem Standesamt hatten.
Am 4. August war es soweit - wir haben geheiratet. Es war ein wundervoller Sommertag. Nachdem wir uns in Zug das Ja-Wort gaben, fuhren wir mit Familie und Trauzeugen zu uns nach Hause, um auf der Terrasse noch etwas zu feiern.
Ein perfekter Anlass um dem Desaster 2017 noch die Krone aufzusetzen. Kurz vor Mitternacht stolperte ich über unseren Liegestuhl und stürzte. Die eindeutige Diagnose am darauffolgenden Tag in der Andreasklink: gerissene Achillessehne. Der zweite Tag als verheirateter Mann und ich liege auf dem OP-Tisch - das fängt ja gut an.
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Das Happy-End

Ende August - genau am 26. war dann unsere ofizielle Hochzeitsfeier. Die Krücken konnte ich auf den meisten Fotos verstecken und der Wein half wunderbar gegen die Schmerzen. ;) So konnten wir beide unseren schönsten Tag in vollen Zügen geniessen und der Sommer 2017 hatte trotz allem noch ein Happy-End.

Leider ist die Therapie nach einem Riss der Achillessehne ein ziemlich langwieriger Prozess. Ich bin jedoch auf gutem Weg und nicht zuletzt dank der hervorragenden Arbeit meines Physiotherapeuten, Hans Bruggemann beherrsche ich schon wieder den aufrechten Gang. Das heisst, wir haben grünes Licht für unsere anstehenden Flitterwochen.
 

Es geht aufwärts

Während unseres Urlaubs werden wir sicher hin und wieder ein paar Fotos oder mal ein Video posten. Nach unserer Rückkehr Ende November folgen dann einige spannende Beiträge. Denn trotz meines Unfall- und Krankheitsbedingten Ausfalls in dieser Saison waren wir nicht untätig. Es liegt ein ganzer Stapel von Artikeln bereit, die wir über den Winter publizieren werden, damit ihr euch während der kalten Tage auf die Saison 2018 einstimmen könnt.

Ein ganz grosses Dankeschön

Abschliessend möchte ich mich noch bei allen bedanken, die mich während der Saison medizinisch betreut haben:

- den MitarbeiterInnen des Kantonsspitals Zug (Operation der rechten Hand)
- meinem Hausarzt Dr. Seibl (flickt mich seit meiner Jugend immer wieder zusammen)
- Dr. Oettiker und den MitarbeiterInnen der Andreasklinik (Operation der Achillessehne)
- Hans Bruggemann (Physiotherapie)

Natürlich gilt mein Dank auch an Marcel, Dominique und Marc, welche in der Redaktion eingesprungen sind und für mich die Inhalte für die Artikel vorproduziert haben. Auch sie haben ausgezeichnete Arbeit geleistet.

Ausserdem möchte ich meinen Dank an unsere Kunden und Partnerfirmen aussprechen. Alle hatten grosses Verständnis für meine missliche Situation. Das ist in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich und ein Beweis, dass in diesen Firmen nicht nur mit Verstand, sondern auch mit Herz gearbeitet wird:

- cashgate AG
- Creafactory AG
- FIBAG AG (Kawasaki Schweiz)
- Harley-Davidson Switzerland GmbH
- Indian Motorcycle Switzerland
- iXS Motorcycle Fashion
- Motochic
- mrc research & consulting
- Ofrag Vertriebsgesellschaft (Aprilia, Piaggio, Vespa, Gilera)
- smile.direct versicherungen
- Töffreisen.ch
- Yamaha Motor Schweiz

Und mein grösster Dank geht natürlich an meine Frau Manuela, die nicht nur in der Redaktion tatkräftig mitgeholfen, sondern mich auch zu Hause gepflegt und moralisch unterstützt hat. Ich freue mich auf den Rest meines Lebens mit ihr und natürlich auch auf die kommende Töffsaison, die wir dann endlich wieder auf zwei Rädern und hoffentlich unfallfrei geniessen dürfen.
 
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