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Gourmet-Menü am offenen Feuer

Wer auf der Motorradtour im Zelt übernachtet, muss nicht zwingend auf gutes Essen verzichten. Natürlich kann man auch einfach ein Stück Brot und eine Cervelat mitnehmen und die über dem offenen Feuer braten - was übrigens auch keine schlechte Idee ist. Wir möchten euch hier jedoch zeigen, wie ihr ein echtes Gourmet-Menü mit einfachsten Mitteln am Lagerfeuer zaubert.

Mit diesem Rezept seid ihr auf jeden Fall der King am Lagerfeuer und es kann auch problemlos von Leuten gekocht, bzw. gegrillt werden, die noch nicht viel Erfahrung am Herd oder an der Feuerstelle haben.
 

Eine kurze Rückblende

Im ersten Teil dieser Artikelserie ging es um das Thema Camping im Herbst und die passende Ausrüstung. Wir sind mit unserer Yamaha-Tracer 900 und einer einfachen Gepäckrolle von SW-Motech unterwegs. Es geht also auch ohne teures Gepäcksystem. Wer den Artikel verpasst hat und ich noch gerne nachlesen möchte, wird unter diesem Link fündig.
Und falls ihr denkt, dass es mittlerweile schon zu kalt für eine Motorradtour ist, findet ihr hier Tips zum Thema Bekleidung.
 
 

Niedergaren am offenen Feuer

Im heimischen Backofen ist das Niedergaren für die meisten vermutlich nichts Neues. Vor allem wenn es gegen die Weihnachtszeit geht, ist das schonend zubereitete Rindsfilet ein Klassiker, mit dem man gerne seine Gäste verwöhnt.

Auch auf dem offenen Feuer könnt ihr Filet oder Huft zubereiten. Da es sich dabei jedoch um sehr magere Fleischstücke handelt, verzeihen diese nur wenig Fehler und werden schnell zur Schuhsohle.
Wir empfehlen an der Feuerstelle den Griff zum Rindshohrücken, auch Rib-Eye genannt. Der Hohrücken befindet sich zwischen dem Hals und dem Nierstück (zwischen 8. und 12. Rippe) und eignet sich wegen des höheren Fettgehalts besonders für die Zubereitung am Lagerfeuer oder auf dem Grill.

An unserem Lagerplatz stand eine Feuerstelle mit Rost zur Verfügung. Alternativ könnt ihr das Fleisch jedoch auch neben das Feuer auf einen Stein legen oder die Glut zweiteilen und das Fleisch dazwischen legen (ACHTUNG: das Fleisch auf keinen Fall auf einen Stein legen, der vorher im Feuer oder knapp daneben lag!)
 

Thermometer

Profis können natürlich auch auf das Thermometer verzichten. Wir gehen da aber lieber auf Nummer sicher. Die Herkunft unseres Thermometers ist leider nicht mehr identifizierbar. Wir haben das vor Jahren irgendwo ein einem Shop gekauft.
Empfehlen können wir euch die Produkte von Weber. Der iGrilll misst die Kern- und Garraumtemperatur und lässt sich sogar mit einer App am Handy verbinden. Der praktische Helfer ist für rund 120 Franken in verschiedenen Onlineshops und im Fachhandel erhältlich.
 

Rindshohrücken mit Rosmarin-Kartoffeln und Griechischem Salat

 
Griechischer Salat
Da gibt es nicht viel zu erklären. Man schneidet einfach alle Zutaten (Gurken, Tomaten, Zwiebeln, Fetakäse und Oliven) in mundgerechte Stücke, schüttet die Salatsauce darüber und fertig. Die Sauce besteht in unserem Fall aus Olivenöl, weissem Balsamico, Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Senf. Wichtig ist, dass man die Salatsauce getrennt transportiert. Vor allem die Tomaten leiden und verlieren viel Flüssigkeit, wenn sie den ganzen Tag in der Salatsauce liegen.
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Rosmarin-Kartoffeln
Für die Rosmarin-Kartoffeln schütten wir zwei Esslöffel Olivenöl in eine kleine Schale und geben dazu fein gehackte (oder gepresste) Knoblauchzehen und ebenfalls gehakten, frischen Rosmarin dazu.
Dann die Kartoffeln halbieren. Einen halben bis einen ganzen Teelöffel des Knoblauch-Rosmarin-Öls auf die Kartoffeln geben und zwischen den beiden Hälften einklemmen. Danach die Kartoffeln in Alufolie wickeln und dicht NEBEN das Feuer legen.
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Rindshohrücken vom Feuer geküsst
Da das Fleisch beim Garvorgang noch etwas Gewicht verliert und je nach Stück und persönlicher Vorliebe vor dem Verzehr noch etwas Fett weggeschnitten werden muss, empfehlen wir rund 300 Gramm pro Person.
Zuerst wird das Fleisch auf allen Seiten angebraten. Wenn auf eurem Lagerplatz kein Rost zur Verfügung steht, kann das Stück dazu auch auf einen Stock gespiesst werden. Habt keine Angst vor dem offenen Feuer! Der Rindshohrücken darf ruhig etwas von der Flamme „geküsst“ werden. Sobald es an allein Seiten schön angebraten ist, vom Rost oder vom Stock nehmen, in Alufolie einwickeln und den Thermometer so einführen, dass die Spitze ungefähr in der Mitte des Grillguts liegt.
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Anschliessend das Grillgut auf den Rost, neben das Feuer oder zwischen die zwei Glutherde legen und bis auf 54 Grad Kerntemperatur (medium) erhitzen. Achtet dabei darauf, dass die Kerntemperatur nicht zu schnell steigt. Für ein Grad Temperaturanstieg, sollten mindestens zwei Minuten vergehen. Also lieber etwas vorsichtig, mit grosszügigem Sicherheitsabstand, beginnen und die Hitze durch verringern des Abstandes langsam erhöhen. Wenn das Gargut nicht zwischen zwei Glutherden liegt, sollte es alle 5 bis 10 Minuten gedreht werden.

Sobald die 54 Grad Kerntemperatur erreicht ist, das Fleisch vom Feuer nehmen und 10 Minuten ruhen lassen. Danach auspacken und quer zur Faserung in Tranchen schneiden, zusammen mit den Kartoffeln und dem Salat anrichten und fertig. En Guete!

Falls ihr noch weitere Tips zum Thema, Outdoor-Aktivitäten, -Equipment oder Kochen in der freien Natur sucht, empfehlen wir euch den YouTube-Channel von Azze dem Buschpiraten.
 
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