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Staufrei Richtung Süden

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Mal wieder übers Wochenende Richtung Süden cruisen. Eigentlich ein guter Plan. Aber es ist doch immer dasselbe. Wenn man mal Zeit für eine zweitägige Tour hat, ist entweder Ferienzeit oder irgendein Feiertag angesagt. Das heisst, über die meisten Schweizer Alpenpässe quält sich eine zähflüssige Masse aus Autos, Bussen und Wohnmobilen, die das geplante Vergnügen zur Tortur werden lassen. Doch mit der richtigen Routenplanung kann man den Verkehrswahnsinn grösstenteils umfahren.

Um die Tour auch richtig geniessen zu können, holen wir zuvor noch das geeignete Bike. Die Indian Chieftain bietet nicht nur genug Platz, um Gepäck für zwei Personen zu transportieren. Sie ist auch sehr bequem und hat genug Power und Schräglagenfreiheit, um auf der kurvenreichen Route für fetten Fahrspass zu sorgen. Ausserdem kann man zum tiefen Bollern des mächtigen 1.8 Liter V2 richtig schön die Seele baumeln lassen - Entspannung pur.
 
Beste Voraussetzungen, um die Route in Richtung Klausen in Angriff zu nehmen. Ein Pass der wegen seiner teilweise etwas schlechten Strassen von vielen Töfffahrern gemieden wird. Doch die Indian bügelt selbst die gefürchteten Unebenheiten auf dem Urnerboden sauber weg, so dass wir ohne Stress die schöne Landschaft geniessen können.
 
Im Glarnerland angekommen, führt uns unsere Route am Walensee vorbei, Richtung Chur und danach durchs Bündnerland bis zum Splügenpass. Genau wie der Klausen ist auch der Splügen eher wenig befahren und eignet sich perfekt für unsere staufreie Fahrt nach Italien. Jedoch ist auch hier etwas Vorsicht geboten. Die Strasse wird auf der italienischen Seite des Passes teilweise sehr eng.

Sicher im Tal angekommen, geht es weiter bis an den Comersee. An dieser Stelle müssen wir zugeben, dass unser Plan, den Stau zu umfahren, nicht ganz aufgegangen ist. Entlang des Seeufers herrscht reger Verkehr. Doch halb so wild, der Blick über den wunderschönen Lago die Como entschädigt für die Schleichfahrt.

Wenn man im Tessin am morgen früh startet, ist die Heimreise über Simplon - Grimsel - Susten auch während der Ferienzeit verkehrstechnisch kein Problem.

 
In Menaggio verlassen wir die Strasse, die entlang des Sees führt und biegen ab in Richtung Lugano. Von da an geht es wieder zügiger vorwärts, so dass wir schon kurz darauf die Schweizer Grenze passieren. Von da aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zu unserem Nachtlager - der schönen Tessinerstadt Locarno.
 
Unser Hotel dell‘Angelo liegt direkt an der Piazza Grande. Leider können wir euch in diesem Fall keine Empfehlung dafür aussprechen. Obwohl unser Zimmer im obersten Stock liegt, ist der Lärmpegel auch noch nach Mitternacht enorm hoch. Eine Klimaanlage sucht man ausserdem, selbst in den direkt unter dem Dach liegenden Zimmern vergebens. Dank der unerträglichen Hitze und der Dauerbeschallung ist vor 2 Uhr morgens an Schlaf nicht zu denken. Entsprechend müde treten wie die zweite Etappe unserer Tour an.

Abgekürzte Heimreise

Eigentlich wollten wir den Rückweg in die Zentralschweiz über Simplon - Grimsel - Susten fahren. Wenn man im Tessin am morgen früh startet, ist diese Route auch während der Ferienzeit verkehrstechnisch kein Problem. Aber wir litten dermassen unter Schlafmangel, dass wir uns aus Sicherheitsgründen für den deutlich kürzeren Weg über Lukmanier und Oberalp entschieden.

Auch diese Route ist schön zu fahren, hat aber lange nicht den Reiz wie die Fahrt durchs Centovalli und die darauffolgenden, ursprünglich geplanten Pässe. Wir werden euch die Fotos zu der zweiten Etappe in der nächsten Saison noch nachliefern und finden bis dann auch sicher eine bessere Übernachtungsmöglichkeit, die wir uneingeschränkt empfehlen können.
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