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Die Feierabend-Runde

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Die ideale Tour für arbeitsmüde Frühaufsteher

Es war an einem Freitag Morgen im Hochsommer. Das Thermometer kletterte über Nacht nicht unter die 25 Grad Grenze und ich lag bereits vor fünf Uhr Morgens wach im Bett. Also warum Zeit verschwenden und sich schwitzend im Bett hin und her drehen? Ab unter die Dusche und ins Büro.

Auf das Wochenende war es Zeit die neuen Artikel zu schreiben und aufzuschalten. Kurz nach 12 Uhr hatte ich sieben Stunden über Motorradneuheiten geschrieben, Bilder von Motorrädern bearbeitet und online gestellt und mit dem einen oder anderen am Telefon über das Motorradfahren philosophiert. Dies, während draussen die Sonne vom stahlblauen Himmel strahlte. Das weckte natürlich die Lust, endlich selber auf den Töff zu steigen.

Dank meiner morgendlichen Bettflucht konnte ich mir das auch erlauben und ich ging etwas früher als gewohnt auf meine Feierabendrunde. Ich setzte mich auf die Super Ténéré und fuhr in Richtung Axenstrasse. Einen definitiven Plan hatte ich zu dem Zeitpunkt noch nicht. Aber ich war früh dran und hatte freie Fahrt, also führte mich mein Weg über den Susten.

 

Dieser Pass ist immer wieder ein Genuss, vor allem, wenn die Strassen noch nicht vom Wochenendverkehr verstopft sind. Das gleiche galt auch für die logische, darauf folgende Fahrt über den Grimsel.

Normalerweise würde der Weg nach Hause über den Furkapass führen. Aber das war mir zu dem Zeitpunkt etwas gar gewöhnlich und ausserdem war auch noch genug Zeit für eine kleine Schleife. Also fuhr ich etwas weiter bis nach Brig und über den Simplon. Als ich dann die Italienische Grenze überquert hatte, wurde mir bewusst, dass diese Feierabendrunde langsam aber sicher ausufert.

Wer es etwas ruhiger angehen möchte, tut gut daran, sich für diese "Feierabendrunde" einen Tag Zeit zu nehmen.

 

Egal, nun war ich eh schon auf der Rückseite des Mondes. Also gehts auch wieder zurück. Vor Domodossola bin ich in Richtung Centovalli abgebogen und habe den Weg nach Locarno unter die Räder genommen. Das kurvenreiche Centovalli wäre eine sensationelle Motorradstrecke, hätte es da nicht zu regnen begonnen. Dies wäre auch weniger tragisch gewesen, wäre ich entsprechend ausgerüstet gewesen. Aber wer nimmt schon seine Regensachen mit auf eine Feierabendrunde?

Locarno hat mich dann wieder mit Sonnenschein begrüsst. Da inzwischen Feierabendzeit war, wurde ich im dazu gehörigen Stau schnell getrocknet. Als ich das Verkehrschaos rund um Locarno und Bellinzona hinter mir gelassen hatte, wurde es höchste Zeit nach Hause zu fahren. Schliesslich waren wir an diesem Abend noch mit Freunden zum Essen verabredet.

 

Aber direkt über den Gotthard zurück? Das war mir irgendwie zu langweilig. Also entschied ich mich für die Route über den Lukmanier und den Oberalppass. Als ich auf dem Oberalppass ankam, verschwand bereits langsam die Sonne hinter den Bergkuppen. Zeit eine kleine Pause einzulegen, die Stimmung zu geniessen und zu Hause Bescheid zu geben, dass ich nach einem anstrengenden Tag im Büro etwas später Heim komme :)

 

Es war ca. halb neun, als ich zu unserem Grillabend gestossen bin. Ich war müde, aber zumindest war mein Kilometer-Hunger schon gestillt und ich hatte an dem Abend viel zu erzählen.

Meine Feierabendrunde kann ich euch wärmstens empfehlen. Es macht jedoch Sinn, etwas früher zu starten, als ich das getan habe. So bleibt euch mehr Zeit, um hin und wieder eine Pause einzulegen und ihr entgeht dem Nachmittags-Stau zwischen Locarno und Bellinzona.

 
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