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Raphael Kiener – mit 16 Jahren bereit für die erste Töffsaison

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Eine neue Generation steht am Start

Ab 2021 dürfen Motorräder mit bis zu 125 ccm Hubraum ab dem 16. Altersjahr gefahren werden. Das heisst, eine neue, junge Generation von Töfffahrerinnen und Töfffahrer steht in den Startlöchern. Einer von ihnen ist Raphael Kiener – er hat sein erstes Bike, die Yamaha R125, bereits bestellt.

Wir treffen Raphael zusammen mit seinem Vater Andi bei der hostettler moto ag in Sursee, wo die handliche Supersportlerin sicher eingelagert auf den angehenden Töfffahrer wartet.
 
Natürlich ist Andi, der seinen 16-jährigen Sohn bei der Erfüllung seines Töff-Traums tatkräftig unterstützt, seit seiner Jugend ein begeisterter Motorradfahrer, der eine ansehnliche Töffsammlung in der Garage hat und die meisten Wochenenden auf der Rennstrecke verbringt. Das sollte man zumindest meinen - ist aber in diesem Fall fernab der Realität.

Andi hat das Töfffahren erst vor 12 Jahren für sich entdeckt. Seitdem ist er mehrheitlich auf kurzen Touren in der Region um seinen Wohnort Ottenhusen Hohenrain im Kanton Luzern unterwegs. Eine wunderschöne Gegend, die ihn immer wieder aufs Neue fasziniert:

„Ich geniesse es, nach Feierabend auf dem Töff durch die schöne Landschaft zu fahren, das Freiheitsgefühl zu erleben und die Natur zu spüren. Dabei kann ich so richtig abschalten und mich erholen“.

Der töffbegeisterte Familienvater bewegt sich weit weg vom erwarteten Klischee. Kein adrenalingetriebener Racer, der möglichst schnell den Nachwuchs in die eigenen Fussstapfen ziehen will, sondern ein typischer Schweizer Tourenfahrer: naturverbunden, bodenständig und ausgeglichen.
 
Andi und Raphael Kiener. Vater und Sohn hat die gemeinsame Zeit, die sie unter anderem auf dem Töff verbrachten, sichtlich verbunden.
 
Die Geschichte von Raphael ist hingegen wenig überraschend und kommt den meisten Motorradfahrern mit Sicherheit bekannt vor: Seit seinem 14. Geburtstag ist er mit seinem Mofa unterwegs, einem Puch X30, an dem er in seiner Freizeit gerne selber schraubt. In dieser Zeit hat er auch neue, gleichgesinnte Freunde gefunden, die seine Begeisterung für motorisierte Zweiräder teilen. Gleich vier davon werden im kommenden Jahr ebenfalls in die „125er Klasse“ einsteigen. Da ist es verständlich, dass Raphael die kommende Saison kaum erwarten kann:

„Selbstverständlich werde ich mit dem Töff zur Arbeit fahren. Aber besonders freue ich mich auf gemeinsame Ausfahrten und anschliessende Besuche im Ace Cafe Luzern mit Freunden und natürlich auch mit meinem Vater.„

 
Vater und Sohn hat die gemeinsame Zeit, die sie unter anderem auf dem Töff verbrachten, sichtlich verbunden. Das zeigt sich im grossen Vertrauen, das Andi in Raphael steckt. Auf die Frage, ob er aus dem Familien- und Freundeskreis Kritik erntete, weil er seinen Sohn auf dem Weg zum eigenen Motorrad unterstützt, reagiert der Vater völlig gelassen:

„Wer Raphael kennt, weiss, dass er sehr gewissenhaft und zuverlässig ist. Niemand aus unserem sozialen Umfeld hat angezweifelt, dass er verantwortungsbewusst an die Sache herangeht. Deshalb gab es auch nur positive Reaktionen.“

Andis Unterstützung ist nebenbei bemerkt mehr moralischer als finanzieller Art. Raphael erfüllt sich seinen Motorradtraum aus eigener Kraft:

„Um etwas dazu zu verdienen, arbeitete ich schon während meiner Schulzeit regelmässig bei meinem Onkel im Betrieb. Nach dem Beginn meiner Lehre als Baumaschinenmechaniker im August habe ich weiter gespart. Ich denke, wenn man sich einen lang gehegten Traum selber erfüllt, ist die Freude und die Wertschätzung danach umso grösser.“

Raphael ist ein tolles Beispiel dafür, dass auch 16jährige die Verantwortung tragen können, die man als motorisierter Verkehrsteilnehmer übernehmen muss. Wenn das die neue Generation Töfffahrerinnen und Töfffahrer ist, die uns im kommenden Jahr erwartet, können wir uns alle auf den anstehenden Nachwuchs in der Motorradszene freuen.

Wir wünschen Andi, Raphael und natürlich auch all seinen Freunden einen tollen Start in die Saison 2021, sowie viel Freude auf den ersten gemeinsamen Touren und erheben jetzt schon die Hand zum Gruss.
 
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