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Super Sounds und coole Bikes in Monterschu!

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Das Garage Sounds Festival – ein echter Geheimtipp 

Etwas ausserhalb von Gurmels, in Monterschu, verwandelt sich alljährlich der Bauernhof der Familie Robatel an einem Augustwochenende in ein Paradies für Liebhaber guter Musik und schöner Motorräder. 

Für mich somit ein absoluter Pflichttermin, weshalb ich mir am Abend des 22. Augusts meine Kamera schnappe und mich mit meiner Triumph Speed 400 auf nach Monterschu mache.

 

Auf ins Festivalabenteuer

Die Anfahrt ist kurz und entspannt, bei milden Temperaturen und auf weiten Kurven geht es vorbei am Schiffenensee und entlang weiter Wiesen, bis ich schliesslich in der Ferne mein Ziel erblicke. Je näher ich komme, desto grösser wird die Vorfreude. Die erste Band spielt bereits und ihre Klänge sind bis zum Parkplatz direkt vor dem Bauernhaus zu hören. Dort werde ich herzlich begrüsst und freundlich eingewiesen. Meine Triumph Speed 400 fügt sich wunderbar in eine Lücke zwischen etlichen anderen Motorrädern ein.

Nun zieht es mich aber vor die Bühne und ich schlendere gemütlich in Richtung Eingang. Statt von Security und strengen Einlasskontrollen werde ich hier von einem hübsch gestalteten Schild, welches zur Spende einlädt, empfangen. Ganz ohne Gedränge und Hektik kann ich mir ein ,,Festivalbändeli’’ abholen, das gehört schliesslich dazu, bevor ich mich dann direkt ins Getümmel vor der Bühne stürze.

 

Julia mit ihrer Triumph Speed 400 unterwegs zum Garage Sound Festival.

 

Charme, Herzblut und Liebe zum Detail

Die kleinen Pausen zwischen den einzelnen Gigs lassen währenddessen genügend Zeit, das Festivalgelände zu erkunden. Schnell wird klar, dass hier nicht Masse, sondern das Erlebnis im Mittelpunkt steht. Jede Ecke des Bauernhofs ist bunt geschmückt und mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Bunte Fähnchen flattern im Wind, Lichterketten tauchen die Sitzplätze in unzählige Farben, es gibt passendes Merch zu kaufen und an jeder Ecke etwas zu entdecken. Man merkt: in diesem Festival steckt eine Menge Arbeit und noch viel mehr Herzblut. Während es auf der Hauptbühne ruhig ist, spielt zwischenzeitlich auf der kleinen Nebenbühne eine Band und unterhält die Gäste. Auch an guter Verpflegung mangelt es nicht, vom HotDog über Crêpes bis hin zu Frühlingsrollen und Curry ist für alle etwas dabei, zwei Bars warten zudem mit Getränken aller Art auf. Am Tattoostand gerate ich in Versuchung und die ausgestellten Custombikes lassen mich staunen. Sie sind genauso vielfältig wie das Musikprogramm: Ich bewundere eine Triumph 5T Speed Twin aus dem Jahr 1950, sportlich-modern zurechtgemachte Bikes, amerikanische Klassiker und alte Liebhaberstücke.

 

Sound lädt zum Bleiben ein

Beim Bestaunen der Motorräder komme ich schnell auch mit den Besitzern ins Gespräch, die mich eifrig mit Informationen zu ihren Bikes versorgen, bevor der nächste Act mit viel Power wieder zum Tanzen einlädt. Wenn die Füsse vom vielen Tanzen müde werden, stehen genügend Sitzgelegenheiten bereit, wo ich mich schnell mit anderen Festivalbesuchern im Gespräch vertieft wiederfinde. Die Atmosphäre ist entspannt und auch die Gründer des Festivals, die Brüder Robatel, mischen sich unters Volk, genauso wie die einzelnen Musiker und Musikerinnen, die gerade nicht auf der Bühne stehen. Es wird gejubelt, getanzt und mitgesungen, die Bands sorgen für ordentlich Stimmung. Ein fast magischer Sonnenuntergang, der alles in ein warmes, orangefarbenes Licht taucht, trägt seinen Teil dazu bei. Die Klänge energiegeladener Newcomer-Bands und von Acts aus der Region schallen bis zur Zeltwiese, die zwischen Obstbäumen, streng bewacht von ein paar neugierigen Kühen, direkt ans Festivalgelände grenzt und dazu einlädt, das Zelt aufzuschlagen und zu bleiben.

 

 

Gänsehautmomente

Nach zwei durchtanzten Nächten, etlichen Gesprächen über Musik, Motorräder und das Leben heisst es dann bald auch wieder Abschied nehmen. Als ich Sonntagfrüh mit staubigen Stiefeln, dem Bass noch immer im Ohr und mit einem dicken Grinsen unter dem Helm meine Triumph Speed 400 besteige, liegt ein Hauch von Nostalgie in der Luft. Denn hinter mir liegt ein Festival wie es im Buche steht: charmant, top organisiert, familiär, lockere Stimmung gepaart mit dem Duft von Freiheit, kalte Drinks, gutes Essen, tolles Rahmenprogramm und am allerwichtigsten: richtig guter Sound!

Der Termin für das kommende Jahr steht übrigens bereits. Das Garage Sound Festival 2026 findet vom 21. bis am 22. August statt. Weitere Infos sind online unter garagesoundsfestival.ch verfügbar.