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Mit der neuen Kawasaki Ninja 650 in Almeria

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Kawasaki präsentiert die Neuheiten für 2017 in Spanien

Gegen Ende 2016 wurde ich von Kawasaki Schweiz an die Präsentation der neuen 2017er Modelle, Kawasaki Ninja 650 und Z900, nach Almeria eingeladen. Der Ort in Südspanien liegt direkt am Meer und ist für gutes Wetter und traumhafte Motorradrouten bekannt. Natürlich liess ich mich nicht zweimal bitten und habe in freudiger Erwartung des Events zugesagt.

Trotzdem hatte ich kurz davor noch etwas gemischte Gefühle. Aus meinen Erfahrungen in der letzten Saison weiss ich, dass die meisten Motorrad-Journalisten exzellente Töfffahrer sind und vorsichtig ausgedrückt eine ziemlich zügige Fahrweise pflegen. Da stosse ich als Tourenfahrer, der meist auf Schweizer Pass- und Landstrassen unterwegs ist, schon mal an meine Grenzen.

Am 22. Januar trete ich, zusammen mit Freddy Oswald, Geschäftsführer von Kawasaki Schweiz und vier weiteren Schweizer Journalisten, die Reise nach Almeria an. Unsere Ankunft im Hotel feiern wir innerhalb der sehr sympathischen Schweizer-Truppe an der nahe gelegenen Driving-Range mit einem kühlen Bier und meist wenig erfolgreichen Abschlägen ins Grüne.

Nach unserem Ausflug in die Welt des Golf-Sports bleiben uns noch zwei Stunden Zeit bis zur Präsentation der neuen Kawasaki Ninja 650. Also beschliesse ich, das luxuriöse Zimmer im 5-Sterne Hotel noch etwas zu geniessen und bin dabei natürlich eingedöst. Aufgeweckt werde ich vom schrillen Ton des Telefons, an dem man mir mitteilt, dass die Präsi bereits begonnen hat. Toll - das erste mal mit Kawasaki unterwegs und ich Trottel verpenne den ersten Termin. Das macht ja einen guten Eindruck. Zum Glück wurde ich gleich zu Beginn der Präsentation geweckt und verpasste dadurch nur die ersten paar Minuten.

 
Am nächsten Morgen geht es dann endlich los. Es stehen 236 Kilometer auf der Ninja 650 auf dem Programm. Die Maschinen stehen in Reih und Glied vor dem Hotel. Über 40 Journalisten aus Frankreich, Norwegen und der Schweiz starten die Motoren und fahren los. Ich lege den ersten Gang ein und… würge den Motor ab. Schnell den Motor neu starten und nichts wie weg hier. Aber nein - schon wieder lasse ich die Kupplung zu schnell los und der Zweizylinder verstummt. Danach bin ich endgültig nervös. Zuerst verpenne ich die Präsentation und dann brauche ich noch drei Versuche, um vom Parkplatz wegzukommen - schlimmer kann man sich nicht zum Affen machen. Das gute daran ist, es kann nur noch besser werden.

Und das wird es auch. Die Sitzposition auf der Kawasaki 650 Ninja ist überraschend entspannt. Man sitzt leicht nach vorne gebeugt und mit einem für diese Fahrzeugklasse moderaten Kniewinkel genau richtig auf bzw. in der Maschine. Ausserdem ist die neue Mittelklasse-Sportlerin spielend leicht zu fahren. Die Kupplung ist extrem leichtgängig, die Gänge rasten immer zuverlässig ein und das weich abgestimmte Fahrwerk schluckt sämtliche Unebenheiten auf den etwas ruppigen Landstrassen Almerias ohne Widerworte.

Nach über einer Stunde Fahrt durch die 6 Grad kühle Frühlingslandschaft haben wir den Fotospot erreicht, wo wir mit Getränken und Snacks verpflegt werden. Zeit um sich die Finger aufzuwärmen. Zumindest gilt dies für die meisten von uns. Patrick von acidmoto.ch muss sich etwas mehr als nur die Finger wärmen. Er hat sich für ein besonders schickes Outfit mit kurzer Lederjacke und Jeans entschieden. Ich habe noch nie jemanden, der unter 90 Jahre alt ist, so zittern sehen. Schönheit muss nun mal leiden. :)

Besonders positiv aufgefallen ist die Leichtigkeit, mit der sich die Kawasaki Ninja 650 in die Kurven legen lässt.

 
Im Anschluss an das Fotoshooting und einem gemütlichen Mittagessen am Meer geht es wieder zurück zum Hotel. Mittlerweile sind die Temperaturen und mein Vertrauen in den Grip etwas gestiegen. Zeit um dem 650er-Twin die Sporen zu geben.

Der Reihenzweizylinder leistet 68PS und drückt schon bei 6500 Umdrehungen pro Minute sein maximales Drehmoment von 65 Nm auf die Kurbelwelle. Das sind zwar keine Spitzenwerte, aber es reicht, um schon sehr zügig unterwegs zu sein. Besonders auf Schweizer Strassen, wo man meistens unter Tempo 100 fährt, ist man mit der Ninja 650 mehr als ausreichend motorisiert.
 
Positiv aufgefallen ist die Leichtigkeit, mit der sich die Maschine in die Kurven legen lässt. Sie vermittelt ein extrem hohes Gefühl der Sicherheit. In Verbindung mit der moderaten Motorleistung, der leichtgängigen Kupplung und dem völlig unauffällig funktionierenden Getriebe, lässt sich das Motorrad fast von alleine fahren und man kann sich voll und ganz auf die Strasse konzentrieren und die Fahrt uneingeschränkt geniessen.
 
Die Ninja 650 ist nicht nur ein ideales Einsteiger-Motorrad, sie ist auch sehr gut für erfahrene Motorradfahrer geeignet, die stressbefreit und schwungvoll über Landstrassen carven möchten. Wir hatten auf jeden Fall alle sehr viel Spass mit der Sportlerin aus Japan.

Falls ihr noch etwas detaillierter über die Ninja 650 informiert werden möchtet, holt euch die Moto Sport Schweiz Ausgabe Nummer 5 mit dem ausführlichen Fahrbericht. Diese ist ab dem 2. März 2017 am Kiosk erhältlich.

Selbstverständlich findet ihr auch weitere Informationen auf Kawasaki.ch

In einer Woche geht es weiter mit dem zweiten Teil dieses Artikels, indem wir euch über die beiden letzten Tage in Almeria mit der Kawasaki Z900 berichten werden.

 
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