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Kawasaki Z900 – die Landstrassen-Sprinterin

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Die letzten beiden Tage in Almeria mit der Kawasaki Z900

Letzte Woche haben wir euch von den ersten beiden Tagen in Almeria mit der Kawasaki Ninja 650 berichtet. Am dritten und vierten Tag hat Kawasaki uns noch ein paar Kohlen ins Feuer gelegt und uns das richtig heisse Eisen serviert - die brandneue Kawasaki Z900.

Wie schon am Tag zuvor sind wir schon relativ früh am Morgen aus den Federn gehüpft. Nach einem feinen Frühstück gings zur Präsentation der Z900 und danach auf die langersehnte Ausfahrt.

Schon vor der Abfahrt herrschte eine heitere Stimmung. Man hat den anwesenden Journalisten aus Frankreich, Norwegen und der Schweiz die Vorfreude angesehen. Alle standen wie Buben um den Weihnachtsbaum vor dem Hotel und bestaunten das heisse Naked-Bike.

 

Optisch ist die neue Kawa wirklich gut gelungen. Trotz der aggressiven Erscheinung wirkt die grüne Raubkatze nicht zu technoid. Ein Bike das mit Sicherheit auch in Europa viele Fans finden wird.

Die Sitzposition ist sehr angenehm. Der Kniewinkel fällt relativ eng aus und verspricht eine hohe Schräglagenfreiheit, ist jedoch auch auf längeren Strecken mit einer Grösse von 1.82m nicht zu anstrengend. Viel wichtiger ist gemäss meinem Empfinden die Haltung des Oberkörpers - und die ist auf der Z900 ausgesprochen stimmig. Man sitzt ganz leicht nach vorne gebeugt, ohne dass sich die Gewichtsverteilung zu heftig in Richtung Arme bewegt. Perfekt für sportliche Landstrassen-Fahrten.

Sitzprobe abgeschlossen - es folgt der Soundcheck. Nachdem der Reihenvierzylinder zum Leben erweckt wurde, ist eines klar: Kawasaki hat das Euro4 Schreckgespenst bezwungen. Der 900er faucht, dass es eine wahre Freude ist. Soundcheck gelungen - ready to take-off.

Der neue 900er Vierzylinder von Kawasaki ist ein wahres Meisterwerk.

 

Wie schon am Vortag starten die meisten in unserer Gruppe gleich voll durch. Ich lasse sie ziehen und mache mich erst ein wenig mit dem Motorrad vertraut. Der Vierzylinder zieht schon im Drehzahlkeller willig an. Wer mag, kann mit der Z900 den ganzen Tag im sechsten Gang durch die Gegend gondeln und muss nicht einmal schalten.

Jedoch wäre es eine Schande, dies zu tun. Denn der neue Vierzylinder von Kawasaki ist ein wahres Meisterwerk. Schon im dritten Gang zieht der grüne Pfeil im Schnellzug-Tempo aus der Kehre. Aber wehe man schaltet in den zweiten - dann ist Orkanstufe angesagt. Das Japan Naked heizt wie aus dem Katapult geschossen aus der Ecke. Das sollen 125 PS sein? Wer die Z900 gefahren ist, kann das kaum glauben. Die neue Kawa fühlt sich deutlich potenter an.

Anmerkungen zur restlichen Technik des Bikes würden den Umfang dieses Artikels sprengen - sind aber auch überflüssig. Fahrwerk, Bremsen, Kupplung und Getriebe arbeiten tadellos und sind deshalb im positiven Sinne nicht erwähnenswert.

 

Eins muss jedoch noch gesagt werden: Die neue Kawasaki Z900 bietet abgesehen von ABS keine elektronischen Fahrhilfen. Das hat bei einigen meiner Kollegen für Kritik gesorgt. Ich persönlich sehe das etwas anders. Wer vom Sport- in den Tourenmodus wechseln will, schaltet einfach einen Gang runter und sollte es zu regnen anfangen, dann halt noch einen zweiten. Dank des breit nutzbaren Drehzahlbands des Reihenvierers steht der traditionellen Wahl der „Fahrmodi“ nichts im Weg.

 
 

Viel wichtiger als die elektronischen Spielereien ist aus meiner Sicht das preisgünstige Paket, das Kawasaki geschnürt hat. Für sagenhafte 9'700 Franken erhält man ein nagelneues Sport-Naked, das in der Topliga der Vierzylinder-Bikes mitspielt. Ein sensationelles Angebot.

 

Am vierten und letzten Tag in Almeria haben wir auch die letzten Stunden vor dem Heimflug mit der grünen Landstrassen-Sprinterin verbracht und hatten mächtig viel Spass. Danach ging es leider wieder zurück in die kalte Schweiz.

Rückblickend waren die vier Tage in Almeria mit Kawasaki für mich ein ganz besonderer Saisonstart. Einerseits lag das natürlich an den beiden tollen Bikes, die wir fahren durften. Andererseits aber auch an der aufgestellten Schweizer-Truppe, mit der ich die vier Tage verbrachte. Ein herzliches Dankeschön an alle die dabei waren und ganz speziell an unsere Gastgeber: Freddy Oswald und Réne Klauser von Kawasaki Schweiz.

Falls ihr einen noch ausführlicheren Fahrbericht lesen möchtet, empfehlen wir euch den Artikel zur Kawasaki Z900 von Daniele Carrozza im Töff-Magazin Nr. 3. Dieses ist ab sofort am Kiosk erhältlich. Ausserdem findet ihr natürlich auch weitere Infos zu allen Kawasaki-Modellen auf Kawasaki.ch