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Triumph Trident 660 im Test – Jans erste 35-kW-Erfahrung

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35 kW, drei Zylinder und jede Menge neue Eindrücke

Die A2-Theorieprüfung habe ich in der Tasche. Nun ist es Zeit, mich auf mein erstes Motorrad mit 35 kW zu schwingen. Dafür darf ich die Triumph Trident 660 testen. Noch bevor ich den Motor das erste Mal starte, stellt sich die grosse Frage: Ist das eine passende Maschine für meinen Einstieg in die nächst höhere Motorradkategorie?

 

Der erste Eindruck passt

Vor meiner ersten Fahrt bin ich ziemlich aufgeregt. Eine Mischung aus Vorfreude und Nervosität macht sich breit. Zum ersten Mal nach bestandener Theorieprüfung schwinge ich mich auf ein Motorrad mit 35 kW – das ist schon ein besonderer Moment. Beim Aufsteigen frage ich mich: Komme ich mit ihr klar oder ist sie mir doch eine Nummer zu gross?

Sobald ich mit beiden Füssen auf dem Boden stehe, bin ich aber sofort entspannter. Dank der überschaubaren Sitzhöhe von 805 Millimetern habe ich einen sicheren Stand. Das nimmt einem schon vor dem Losfahren einiges an Stress und ich fühle mich ab dem ersten Moment wohl.

Besonders auffällig ist der Neo-Retro-Look mit dem einzelnen runden Frontscheinwerfer. Die klassische und gleichzeitig sportlich wirkende Optik gefällt mir und macht direkt Lust, am Gas zu drehen.

Als ich vorab erfahre, dass die Trident gelb ist, bin ich erst einmal skeptisch. In echt steht ihr die Farbe aber richtig gut. Sie wirkt edel und hebt sich durch ihren Look und die speziellen Farbgebung von anderen Motorrädern ab. Dazu kommen viele schöne Details, wie zum Beispiel das Trident-Logo am Tank oder der an der Schwinge befestigte Kennzeichenhalter. Der erste Eindruck passt also schon mal sehr gut.

 

Angenehmer Mix aus Komfort und Sportlichkeit

Die Sitzposition überrascht mich. Wegen des Retro-Looks rechne ich eher mit einer sehr aufrechten Sitzposition. Tatsächlich sitzt man aber leicht sportlich darauf. Man ist etwas nach vorne geneigt, ohne jedoch direkt über dem Tank zu hängen wie auf einer Sportmaschine. Für mich ist das ein guter Mix aus Komfort und Sportlichkeit. Die Sitzposition ist bequem und vermittelt auf Anhieb ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle.

Kurven machen richtig Spass und man möchte am liebsten direkt die nächste nehmen. Beim Rangieren braucht die Trident aufgrund ihres relativ grossen Wendekreises allerdings etwas mehr Platz.

Besonders beeindruckt mich der Motor. Die Beschleunigung ist überhaupt nicht vergleichbar mit den 125er-Motorrädern, die ich bis jetzt gefahren bin. Der Dreizylinder mit 660 cm3 Hubraum bewegt das Bike mühelos, beschleunigt schon bei tiefen Drehzahlen richtig kräftig und sorgt vor allem in Verbindung mit dem Quickshifter für viel Fahrspass. Auch der typische Dreizylinder-Sound gefällt mir, vor allem bei höheren Drehzahlen. Er ist nicht zu laut, passt aber wunderbar zum sportlichen Charakter der Trident.

Vor dem Test wurde mir gesagt, dass der Dreizylinder-Motor von Triumph etwas Spezielles ist, was den Schub bei niedrigen Drehzahlen und die Drehfreude angeht. Da es sich bei diesem Test um meine erste 35-kW-Erfahrung handelt, kann ich keinen direkten Vergleich zu anderen Motoren ziehen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das stimmt.

 

 

Umfangreiche Ausstattung

Ich staune, wie viel Elektronik ein Motorrad heutzutage an Bord haben kann. Über das runde Display lassen sich jede Menge praktische Funktionen aufrufen, die für mich noch völlig neu sind wie zum Beispiel der aktuelle Verbrauch, die Bluetooth-Verbindung zum Handy oder die Navigation.

Ich finde mich gleich auch ohne Bedienungsanleitung damit zurecht und installiere direkt die My Triumph-App, um mein Handy zu verbinden. Die 'My Triumph' App ist kostenlos und steht unter iOS™ und Android™ auf triumphmotorcycles.ch zum Download bereit.

Sie beinhaltet unter anderem eine Navigationsfunktion, womit sich nicht nur die Route planen, sondern auch aufzeichnen lässt. Am Ende jeder Tour kann man die Zusammenfassungen der zurückgelegten Strecke einsehen, einschliesslich Kartenansicht der Route, Entfernung, Zeit und Informationen über das gefahrene Motorrad, und diese direkt aus der App mit seinen Freunden teilen.

Mein persönliches Highlight unter den Elektronik-Features ist der Tempomat. Auf längeren Strecken finde ich ihn echt angenehm. Man muss nicht die ganze Zeit den Gasgriff halten und kann die rechte Hand etwas entspannen. Ausserdem habe ich das Gefühl, damit etwas sparsamer unterwegs zu sein.

 
 

Jans Fazit:

Nach meinem Test kann ich mit gutem Gewissen sagen, dass sich die Triumph Trident 660 hervorragend für Neueinsteigerinnen und -einsteiger eignet. Obwohl sie aus Sicht eines Anfängers zunächst recht gross und fast etwas einschüchternd wirkt, fühlt man sich schnell wohl, sobald man auf dem Bike sitzt und losfährt. Der elastische Motor, die gut dosierbaren Bremsen mit ABS und das gutmütige Fahrverhalten vermitteln viel Vertrauen und bieten damit eine gute Basis, um Schritt für Schritt dazuzulernen.

Vor allem ist die Triumph Trident 660 ein Motorrad, bei dem man am Ende der Runde denkt: «Ach komm, ein paar Kilometer gehen noch.» Und viel mehr kann man sich eigentlich nicht wünschen.