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Die Yamaha Tracer 7 hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in den Herzen der Redaktion von moto-lifestyle.ch gesichert. Nicht nur, weil sie als die optisch gefälligste Vertreterin der japanischen Sport-Touring-Familie gilt, sondern vor allem wegen ihres bewährten CP2-Motors, der im Tourenalltag mehrfach seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat. Besonders auf kurvigen Schweizer Pass- und Landstrassen überzeugt sie mit hoher Agilität und spielerischem Handling.
In Kombination mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis ergibt sich ein stimmiges Gesamtpaket, das insbesondere jene Fahrerinnen und Fahrer anspricht, die bewusst reduziert reisen, dabei aber nicht auf ein Mindestmass an Komfort verzichten möchten. Für die aktuelle Saison hat Yamaha die sportlich-touristische Mittelklasse nochmals gezielt weiterentwickelt – höchste Zeit also, die neuste Generation, insbesondere in der 35-kW-Ausführung, genauer unter die Lupe zu nehmen.
Frisches Kleid
Auch die Tracer 7 erhält nun Zusatzscheinwerfer, die unter den schmalen LED-Hauptleuchten mit markantem „Blick“ in die Frontverkleidung integriert sind. Im Vergleich zu den grösseren CP3-Schwestermodellen fallen sie jedoch deutlich dezenter aus und fügen sich harmonisch in die stimmige Linienführung der Sporttourerin ein. Das Ergebnis ist ein eigenständiger Auftritt, der das italienisch angehauchte Design der Tracer 7 bewahrt.
Besonders in der schwarz-roten „Redline“-Variante kommt die dynamische Optik gut zur Geltung. Die schwarze Ausführung „Midnight Black“ wirkt zurückhaltender, unterstreicht jedoch eine etwas edlere, sachlichere Anmutung.
Bewährter Antrieb
Über den CP2-Motor von Yamaha sind kaum noch viele Worte nötig. Der 689-Kubik-Reihenzweizylinder hat sich in Modellen wie der MT-07 und der Ténéré 700 längst als zuverlässige Grösse etabliert. Sein früh anliegendes Drehmoment und das breit nutzbare Drehzahlband machen ihn ideal für den Toureneinsatz und prädestiniert für das Sporttouring-Segment.
Auch in der gedrosselten, A2-tauglichen Version (in der Schweiz Kategorie A beschränkt) bleibt der Motor charakterstark: gutmütig, zugleich kräftig und durchzugsstark. Selbst auf der Autobahn zeigt die ab 18 Jahren zugelassene Tracer 7 kaum Schwächen – Tempo 120 km/h ist rasch erreicht, darüber hinaus steht weiterhin spürbarer Vorwärtsdrang zur Verfügung.
Allein bewegt präsentiert sich die Tracer 7 als überraschend potent, selbst in der A2-Variante. Mit Sozius und Gepäck sind zwar gewisse Abstriche spürbar, dennoch bleibt auch im voll beladenen Zustand ein zügiges und souveränes Vorankommen jederzeit möglich.
Klassenbeste Ausstattung
Die neuste Modellgeneration der Tracer 7 ist gegen einen moderaten Aufpreis von rund 500 Franken auch mit dem Y-AMT (Yamaha Automated Manual Transmission) erhältlich. Das automatisierte Schaltgetriebe überzeugt im Praxiseinsatz durch seine harmonischen, schnellen und präzise ausgeführten Gangwechsel. Die Schaltvorgänge erfolgen nahezu ruckfrei und sorgen für ein sehr geschmeidiges Fahrgefühl, das besonders im urbanen Verkehr und auf längeren Touren seine Stärken ausspielt. Bei Bedarf lässt sich das System zudem jederzeit manuell über eine Schaltwippe am linken Lenker bedienen.
Das automatische Schaltsystem bietet insbesondere für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger einen echten Mehrwert. Die Bedienung reduziert die Komplexität im Fahrbetrieb deutlich und erlaubt es, sich stärker auf Linienwahl, Verkehrsgeschehen und Fahrzeuggefühl zu konzentrieren. Wir haben dieses Thema in einem separaten Artikel bereits vertieft beleuchtet:
Automatikgetriebe – ultimativer Cheat für die Motorradprüfung?
Über die Getriebelösung hinaus präsentiert sich die neue Yamaha Tracer 7 auch in puncto Elektronik ausgesprochen umfangreich ausgestattet. Zur Serienausstattung gehören verschiedene Fahrmodi, eine in mehreren Stufen regelbare Traktionskontrolle sowie eine Geschwindigkeitsregelanlage, die besonders auf langen Autobahnetappen für spürbare Entlastung sorgt. Selbst rückstellende Blinker sind ebenfalls serienmässig an Bord.
Zentraler Bestandteil des Bedienkonzepts ist das neue 5-Zoll-TFT-Display mit Smartphone-Konnektivität und integrierter Navigationsfunktion. Im Vergleich zu früheren Modellgenerationen wirkt die Darstellung deutlich moderner und strukturierter. Die Bedienung erfolgt über einen am Lenker angebrachten Joystick, der eine intuitive Steuerung auch während der Fahrt ermöglicht. Einziger kleiner Kritikpunkt bleibt die grün dargestellte Geschwindigkeitsanzeige des Tempomaten, die bei starkem Sonnenlicht nur eingeschränkt ablesbar ist.
Auch fahrwerksseitig zeigt sich das Tourenmotorrad deutlich weiterentwickelt. Die einstellbare Upside-down-Gabel sowie das Federbein wurden spürbar straffer kalibriert und vermitteln ein direkteres, sportlicheres Fahrgefühl. Dadurch bleibt die Maschine auch bei zügiger Gangart in kurvigen Passagen stabil und gut kontrollierbar.
Unterstützt wird dieser Eindruck durch die Doppelscheibenbremsanlage mit radial montierten Vierkolben-Bremssätteln, die für Mittelklasse-Verhältnisse mit kräftiger Verzögerung und auffällig feiner Dosierbarkeit überzeugt. Das Zusammenspiel aus Fahrwerk und Bremsanlage vermittelt insgesamt ein hohes Mass an Vertrauen – sowohl im sportlichen Einsatz als auch auf längeren Touren.
In der Summe hat Yamaha mit der neuen Tracer 7 ein sehr ausgewogenes Gesamtpaket geschaffen, das Komfort, Alltagstauglichkeit und sportliche Ambitionen überzeugend miteinander verbindet. Wer den Einstieg ins Sporttouring-Segment plant oder ein vielseitiges Motorrad für ausgedehnte Touren sucht, sollte die aktuelle Modellgeneration unbedingt bei einer Probefahrt selbst erleben.
Den nächsten Yamaha-Partner in der Region findet sich unter yamaha-motor.ch
Fabiennes Fazit:
Auch wenn es sich nicht um einen direkten Vergleichstest handelt: Wer wie ich privat eine MT-07 fährt, zieht unweigerlich Parallelen zwischen den beiden verwandten Modellen. Umso erstaunlicher ist, wie wenig Performance die Tracer 7 im Vergleich zum Naked Bike vermissen lässt – und wie gross gleichzeitig der Zugewinn an Komfort ausfällt.
Ich war mit der Sporttourerin auf zwei ausgedehnten Tagestouren unterwegs, ohne auch nur das kleinste Zwicken zu spüren. Die Ergonomie passt hervorragend, die Sitzbank bietet hohen Komfort und der verstellbare Windschutz ist für meine Körpergrösse von 1,70 Metern absolut ausreichend. Selbst auf der Autobahn blieben störende Verwirbelungen am Helm aus, sodass ich die Anreise in den Schwarzwald entspannt geniessen konnte.
Die Tracer 7 ist die ideale Begleiterin für alle, die gerne lange Touren fahren, dabei Wert auf Komfort legen und trotzdem nicht auf Fahrdynamik und Fahrspass verzichten möchten. Gut möglich, dass die neue Yamaha Tracer 7 mein nächstes Motorrad wird.
Fabiennes Outfit
Die Damenjacke D-Dry Rochelle von Dainese ist aus einem leichten und widerstandsfähigen Material gefertigt. Lüftungsöffnungen unter den Armen sorgen für einen kühlenden Luftstrom und ein angenehmes Klima an warmen Tagen.
Die eng anliegende Motorrad-Jegging Boccadasse von Tucano ist eine Mischung aus Jeans und Leggings. Dank des körperbetonten Damenschnitts sitzt sie sicher und bequem, und die belüfteten Protektoren werden zuverlässig an ihrem vorgesehenen Platz gehalten.
Der Damen-Schuh „Suburb Air“ von Dainese ist der perfekte Begleiter für die Sommerzeit. Doch der schicke Sneaker kann nicht nur optisch überzeugen. Dank des robusten Materials bietet er Fuss und Knöchel ausreichenden Schutz beim Motorradfahren. Trotzdem ist er gut belüftet und bietet in Verbindung mit der weichen Sohle auch den nötigen Komfort im Alltag.
Fabiennes Sommeroutfit ist im Schweizer Motorrad-Fachhandel erhältlich oder kann bequem online auf sportszone.ch bestellt werden.























