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Automatikgetriebe – ultimativer Cheat für die Motorradprüfung?

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Immer mehr Modelle mit Automatikgetriebe

Mittlerweile hat das Automatikgetriebe auch in der Motorradwelt einen festen Platz eingenommen. Immer mehr Modelle verschiedener Hersteller werden ab Werk oder optional damit ausgestattet. Vor allem Langstreckenfahrerinnen und -fahrer schätzen den damit verbundenen Komfort.

Doch wie sieht es mit Neueinsteigern aus? Sind Modelle wie die Yamaha MT-07 Y-AMT auch für sie geeignet? Ist Y-AMT der ultimative Cheat für die Motorradprüfung oder gibt es auch Nachteile? Wir haben in dieser Saison alle Yamaha Y-AMT Modelle getestet. Fabienne ist ihre MT-07 Y-AMT sogar über die ganze Saison gefahren und hat damit mehrere Fahrkurse besucht. Wir hatten also mehr als genug Gelegenheiten, um genau diese Fragen zu klären.

 

Yamaha Automated Manual Transmission - gesammelte Erfahrungen und Tests

Alle Informationen zum neuen Automatikgetriebe von Yamaha sowie unsere bisherigen Erfahrungen und Links zu Testberichten haben wir im Artikel „Schnell, leicht und intuitiv: Yamaha Automated Manual Transmission“ zusammengestellt. Interessierte können sich dort gerne im Detail informieren. 

Die Kurzfassung: Mit Y-AMT ausgerüstete Modelle verfügen weder über einen Kupplungs- noch einen Schalthebel. Im Automatikmodus (D-Mode) werden Kupplungs- und Schaltvorgänge vom System vollautomatisch ausgeführt, sodass sich der Fahrer vollumfänglich auf das Fahrerlebnis und den Verkehr konzentrieren kann. Im manuellen Modus wird über einen Wippschalter am linken Lenkerende per Tastendruck geschaltet. Beide Modi haben in unseren Tests tadellos funktioniert.

 

Vorteile für Neueinsteiger

Der grösste Vorteil von Y-AMT liegt auf der Hand. Im Automatikmodus gefahren nimmt einem das Motorrad den Schaltvorgang ab. Ab einer gewissen Erfahrung läuft das zwar unbewusst ab und erfordert kaum noch Konzentration. Für Anfänger erfordern die Kupplungs- und Schaltvorgänge jedoch schon noch einiges an Aufmerksamkeit. Besonders im dichten Verkehr ist ein Automatikgetriebe für Neueinsteiger eine deutliche Erleichterung, die es ihnen ermöglicht, sich mehr auf den Verkehr zu konzentrieren. Dies gilt natürlich gleichermassen für die Prüfungsfahrt.

Auch die automatisch betätigte Kupplung des Systems bietet massive Vorteile. Anfahren bei Ampelstopps mit dem Prüfungsexperten auf dem Soziusplatz zerrt jedes Mal an den eh schon strapazierten Nerven. Ausserdem ist da noch das gefürchtete Manöver „Anfahren am Berg“, das in den meisten Schweizer Kantonen ebenfalls mit dem Experten im Gepäck erledigt werden muss. Das alles ist mit Y-AMT kein Problem. Gas geben, Fuss auf die Raste stellen und das Motorrad erledigt den Rest. Damit sind zumindest in diesen Prüfungsdisziplinen Bestnoten garantiert.

Auch bei der Vollbremsung bietet Y-AMT einen klaren Vorteil, da die Kupplung nicht gezogen werden muss. Etwas, das in der Hitze des Gefechts nicht nur von Neueinsteigern gerne mal vergessen wird. Ein abgewürgter Motor bei diesem Prüfungsmanöver ist zwar kein Durchfallkriterium, trotzdem wird ein sauberer Stopp mit laufendem Motor vom Experten in der Regel besser bewertet.

 

Manchmal fehlt die fehlende Kupplung

Bei den Nachteilen liegt der offensichtlichste ebenfalls auf der Hand. Wer mit Automatikgetriebe Motorradfahrern lernt, verpasst es den Umgang mit Kupplung und Fussschaltung zu erlernen. Ein späterer Umstieg auf ein Motorrad ohne dieses Komfort-Feature wird dadurch erschwert.

Ausserdem gibt es drei Manöver in der Prüfung, bei denen in der Regel Kupplungseinsatz gefordert ist: enger Slalom, Spurgasse und 8-Fahren. Diese Manöver werden sehr langsam gefahren, was normalerweise ein Zusammenspiel zwischen Gas, Kupplung und Hinterradbremse erfordert. In diesen speziellen Situationen fehlt tatsächlich die fehlende Kupplung.

Diese Manöver lassen sich jedoch auch gut mit Y-AMT fahren. Dafür muss man nur leicht Gas geben und mit der Hinterradbremse dagegenhalten. Das erfordert etwas mehr Gefühl im Bremsfuss, wodurch sich der Schwierigkeitsgrad leicht erhöht. Mit etwas Übung bekommt man das jedoch gut in den Griff.

 

Klare Empfehlung für Neueinsteigerinnen und Neueinsteiger

Unter dem Strich überwiegen die Vorteile ganz klar. Das Sicherheitsplus im dichten Verkehr ist unserer Ansicht nach das grösste Argument für Y-AMT. Als Einsteiger kann man sich besser auf den umliegenden Verkehr konzentrieren, was auf jeden Fall dabei hilft, mögliche Kollisionen zu vermeiden.

Slalom, Spurgas- und 8-Fahren bekommt man mit etwas mehr Übung auch ohne Kupplung hin, ebenso den späteren Umstieg auf ein Motorrad ohne Y-AMT. Wer sich dabei unsicher fühlt, kann auch nach abgeschlossener Prüfung ein bis zwei Fahrstunden buchen und sich professionelle Unterstützung holen. 

Weitere Informationen zu den Yamaha Modellen mit Y-AMT findet ihr in unserer Übersicht und selbstverständlich auf yamaha-motor.ch.

Persönliche Beratung und Probefahrt in deiner Region

Eine persönliche Beratung durch kompetentes Personal sowie eine Probefahrt können unsere Test- und Fahrberichte nicht ersetzen. Um das zu dir am besten passende Modell zu finden, empfehlen wir deshalb einen persönlichen Besuch beim Fachhändler. Den nächsten Yamaha Partner in der Region kann unter diesem Link gefunden werden.