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Über Panoramastrassen und Pässe ans Pfingstmotocross Muri

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Internationales Fahrkönnen

Das Motocrossrennen in Muri, traditionell an Pfingsten, ist ein Event, das ich als begeisterte Anhängerin des Motorsports auf keinen Fall verpassen will. Das Spektakel im Aargau lockt jedes Jahr sowohl mit Schweizer Fahrprofis als auch mit internationalen Gästen und ist stets eine Reise wert.

An der diesjährigen bereits 48. Austragung sind aber nicht nur Motocrossprofis wie der zweifache Elite-Schweizermeister Noel Niederberger, der Schweizer Meister Arnaud Tonus und der Deutsche Meister Maximilian Nagl vertreten, sondern auch die Skistars Michelle Gisin und Luca De Aliprandini sind auf Platz, zusammen mit dem mehrfachen Motorrad-Weltmeister Dominique Aegerter.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Um möglichst viel vom Event zu sehen und dennoch ein paar Zusatzkurven auf dem Hinweg mitzunehmen, starte ich meine Suzuki GSX-8S EVO bereits frühmorgens und fahre von Flamatt über Thörishaus in Richtung Schwarzenburg. Spontan entscheide ich mich dort, die Tour um den Gurnigelpass zu erweitern. Der Tank ist voll, die Kette geschmiert und die Kurven fahren sich auf den noch leeren Strassen fast wie von selbst.

Über Burgistein geht es schliesslich weiter nach Steffisburg bis Röthenbach im Emmental, bei bestem Wetter und wunderschönem Weitblick über saftige Wiesen, grüne Wälder und malerische Hügel.

Bald knurrt mir aber der Magen und ich lege auf dem Schallenbergpass eine kurze Znünipause ein. Gestärkt geht es danach weiter über die Panoramastrasse Glaubenbielen nach Sörenberg bis auf den Glaubenbergpass, ein idealer Ort für eine Mittagspause. Das kleine Restaurant Passhöchi Beizli bietet alles, was das hungrige Motorradfahrerherz begehrt: von der Gerstensuppe über die Älplermagronen bis hin zu den klassischen Fritten, hier wird man fündig. Das Essen geniesse ich zusammen mit ein paar anderen Ausflüglern auf der schattigen Terrasse mit Ausblick auf ein kleines Bergseeli. Es ist so warm, man hat fast schon Lust, ein Bad zu nehmen. Das lasse ich heute aber aus und fahre weiter in Richtung Luzern, bis ich schliesslich an meinem Ziel, dem internationalen Pfingstmotocross, in Muri im Aargau eintreffe.

 

Rennstreckenfieber in Muri

Da etwas oberhalb gelegen, ist die Rennstrecke schon von weitem zu sehen. Als ich eintreffe, ist das Rennen schon in vollem Gange, doch ich finde schnell einen guten Platz an der Rennstrecke. Der Kommentator informiert laufend über das Geschehen und ich bin sofort mittendrin und lasse mich von der aufgeheizten Stimmung unter den Zuschauern mitreissen. Enge Kopf-an-Kopf-Rennen und gewagte Manöver ziehen mich in ihren Bann und ich kann meinen Blick kaum von der Rennstrecke lösen. Als Zuschauer hat man von fast überall Zugang zum Rennstreckenrand und ich kann den Fahrern aus nächster Nähe zujubeln. Ein besonderer Hingucker sind die Rennen mit den Seitenwagen, bei denen Fahrer und Beifahrer zu einer beeindruckenden Einheit verschmelzen und mit atemberaubender Geschwindigkeit über die Rennstrecke brettern. Spannend ist dabei auch, dass es sowohl Seitenwagen gibt, welche rechts, aber auch solche, die links vom Motorrad montiert sind, einen besonderen Vor- oder Nachteil hat aber keine der beiden Seiten. Vereinzelte Bäume spenden etwas Schatten an diesem heissen Tag und bieten mit den darunter aufgestellten Sitzgelegenheiten begehrte Plätze zum Verweilen und die Möglichkeit, das Rennen aus etwas mehr Entfernung zu beobachten.

Nachdem Rennen und Siegerehrung vorbei sind, habe ich Zeit, das Gelände zu erkunden. Auch Suzuki ist mit einem von Zweirad-Sport Wirz betreuten Stand vor Ort und ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, ihre Ausstellungsstücke einmal Probe zu sitzen. Danach geht’s weiter zu einem der Verpflegungsstände, um mich vor der Rückfahrt noch einmal ordentlich zu stärken.

 

 

Mit Aussicht zurück ins Freiburgerland

Gut gesättigt und mit all den Eindrücken des Rennens im Gepäck schwinge ich mich also kurzum wieder auf mein Motorrad und mache mich an die Heimreise. Ich geniesse dabei die breiten Landstrassen und den Ausblick auf die Seen der Region, die sich immer mal wieder kurz zeigen und deren Oberfläche eine leichte Brise kräuseln lässt. 

Besonders schön wird es dann nochmals, als die Sonne langsam untergeht und die Strasse in ein warmes Licht taucht. Es ist der perfekte Abschluss dieser ereignisreichen Tour und ich kann das nächste Abenteuer mit meiner Suzuki GSX-8S EVO kaum erwarten.