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Die Mutter aller Touren

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Im Piemont mit Manuela, Reto, Angi und Adi

Eine Woche Motorrad-Urlaub im Piemont. Eigentlich eine Sache auf die man sich freuen sollte, wäre da nicht der Anfahrtsweg, der zu allem Übel noch an Mailand vorbei führt. Die Horrorvorstellung von ewig langen Blechlawinen die sich unter der brütenden Sonne zähflüssig über den Asphalt quälen, lässt die Vorfreude dahinschmelzen.

Aber wir sind Töfffahrer. Für uns ist der Weg das Ziel. Also machen wir aus dem langen, einen noch längeren, dafür aber deutlich interessanteren Anfahrtsweg. Auch wenn das voll abgedroschen klingt, aber so beginnt der Urlaub unmittelbar vor der Haustüre.
 
Unsere Anreise führt uns über den Brünig- und den Furkapass direkt ins malerische Wallis bis nach Brig. Wer die Fahrt bis nach Martigny etwas beschleunigen möchte, kann an dieser Stelle auf die Autobahn ausweichen. Danach geht es weiter in Richtung Grosser Sankt Bernhard. Auch hier besteht die Wahl zwischen Tunnel und Pass. Wir empfehlen, die wunderschöne Passstrasse zu fahren.

Auf der andere Seite angelangt, sind wir schon in Italien. Doch unser anvisiertes Zwischenziel liegt im Nachbarland. Wir fahren über Aosta bis nach Pont Serrand, wo wir die Grenze nach Frankreich passieren und in den Nationalpark Vanoise eintauchen.
 

Nationalpark Vanoise - atemberaubend schön

Irgendwo im Nationalpark sollte man sich vor der Tour nach einer Übernachtungsmöglichkeit umsehen. Wir haben uns für Tignes in der Nähe von Val d’Isère entschieden, können den Ort aber nicht uneingeschränkt weiterempfehlen. Die vom Skiweltcup bekannte Sportregion besteht aus gewaltigen Hotelbunkern, die während den Sommermonaten grösstenteils verlassen sind. Wer nicht in einer Geisterstadt nächtigen möchte, ist in einer der umliegenden, kleineren Ortschaften gemütlicher aufgehoben.

Am zweiten Tag geht es weiter in Richtung bella Italia. Wir geniessen die atemberaubende Landschaft welche uns durch den Nationalpark Vanoise bis über die Grenze begleitet. Von dort ist es nur noch eine kurze Übung, bis wir, nach einer kleinen Schleife um Turin, unser Ziel in der Nähe von Asti erreichen.
 

Bed & Breakfast Cascina Beccaris

Wir kennen das Cascina Beccaris, welches von Mina und Renzo betrieben wird, von unserer Tour mit toeffreisen.ch, die wir 2017 fuhren. Unser erster Besuch bei dem sympathischen Paar hat uns so gut gefallen, dass wir unseren Urlaub zwei Jahre später wieder dort verbringen. Was beim ersten Mal nur ein kurzer Zwischenstopp war, wird 2019 zu einem einwöchigen Aufenthalt.

Und das nicht ohne Grund. Mina und Renzo sind hervorragende Gastgeber. Die Zimmer sind geräumig, hochwertig eingerichtet, sehr gepflegt und wunderschön dekoriert. Am Abend kann man gemütlich auf der Terrasse sitzen und die Ruhe geniessen, welche einen erholsamen Schlaf garantiert. Selbst das Aufstehen am kommenden Tag fällt einem dank dem reichhaltigen, frisch zubereiteten Frühstück besonders leicht.
 

Zahlreiche Touren- und Ausflugsmöglichkeiten

Das Piemont lockt mit zahlreichen Möglichkeiten für Töfftouren und Ausflüge. Die Strassen rund um Asti sind grösstenteils gut ausgebaut und bieten mit 100 km/h Tempolimit deutlich mehr fahrerischen Spielraum als wir Schweizer es uns gewohnt sind. Besonders viel Spass hatten wir bei unseren Ausfahrten ans Wasser. Es gibt viele Varianten, die bis hinuntern zur Ligurischen Küste führen. Am Wochenende sollte man jedoch auf die Tour zum Meer verzichten. Die Strände sind dann hoffnungslos überfüllt. Montag bis Freitag ist dies jedoch kein Problem.
 
Doch auch rund um Asti gibt es einiges zu sehen. Im nahegelegenen Roccaverano geniesst man einen Ausblick über die ganze Region und kann zudem noch die wunderschöne Kirche besichtigen. Wer gerne etwas um Marktstände schlendert wird, den Besuch am Wochenmarkt in Alba mit Sicherheit in vollen Zügen geniessen. Und nicht zuletzt kommen natürlich auch die Weinliebhaber auf ihre Kosten.
Renzo führt im B&B Cascina Beccaris eine Auswahl an hervorragenden Weinen aus eigenem Anbau. Doch wir haben noch einen Geheimtipp für euch. Während unseres Aufenthalts lernen wir Marcello Schmidlin kennen. Der aufgestellte Basler weiss nicht nur unglaublich viel über Wein - er spricht auch gerne darüber. Wenn ihr ihn kontaktiert, wird er euch mit Sicherheit gerne durch sein Weingut führen. Dieses befindet sich aktuell noch in der Umbauphase, wird aber in Kürze auch für Übernachtungsgäste geöffnet. Infos und Kontaktdaten findet ihr unter vin-cello.com.

Wenn man sieht, was sich für Möglichkeiten eröffnen, nachdem man die Eingangs beschriebene Route ins Piemont gefahren ist, ja - dann darf man das wirklich behaupten: Diese Route ist die Mutter aller,… oder zumindest vieler Touren. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten, mit Sicherheit sehr baldigen Besuch im Piemont bei Mina und Renzo und hoffentlich auch im fertig renovierten B&B von Marcello und danken allen für die unvergessliche Woche im schönen Süden.
Die Road Glide gehört zur Speerspitze des Touring-Segments. Das üppige Platzangebot für Fahrer, Sozius und Gepäck ist auf langen Touren ein absoluter Traum. Selbst nach sehr langen Fahrten bin ich immer locker und entspannt am Ziel angekommen.

Ich war überrascht, wie gut sich das 400 Kilogramm schwere Bike selbst über enge Passstrassen dirigieren lässt. Die Road Glide ist deutlich agiler, als ihre Pfunde es vermuten lassen. Der 164Nm starke V-Twin bietet in allen Lebenslagen genug Punch. Selbst mit vollem Gepäck schüttelt man Überholmanöver locker aus dem Handgelenk.

Die Harley-Davidson Road Glide war die ideale Begleiterin für unser Urlaub im Piemont. Auch wenn ich mir hin und wieder bei gut 30 Grad etwas weniger Windschutz gewünscht hätte. Aber eine heisse Lady verlangt nun mal nach ein paar zusätzlichen Schweisstropfen.
Harley-Davidson Road Glide
Harley-Davidson Road Glide
Harley-Davidson Road Glide
Die Heritage Classic verbindet mit ihrem grossen Windschild und den grosszügig dimensionierten Seitentaschen Touringqualitäten und stilvolles Retro-Design. Dank des tiefen Schwerpunkts und der niedrigen Sitzposition konnte ich das Bike auch mit Gepäck problemlos bewegen.

Neben der coolen Optik sind mir der ausgesprochen bequeme Sattel und der kräftige Motor positiv aufgefallen. Die Heritage Classic war für die Tour ins Piemont die ideale Wahl. An manchen Tagen haben wir über zehn Stunden auf dem Bike verbracht. Auf der Heritage Classic waren so lange Etappen möglich, das wäre definitiv nicht mit jedem Motorrad so gewesen - zumindest nicht so entspannt.

Egal ob im Alltag, auf der Tagestour oder im Urlaub, mit der Harley-Davidson Heritage Classic ist man (und Frau) für jede Situation gerüstet.
Harley-Davidson Heritage Classic
Harley-Davidson Heritage Classic
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