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Die Männertour

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Ein Wochenende im Tessin mit der Verwandtschaft der Frau. Was für einige nach einem Horrorszenario klingt, ist in meinem Fall eine coole Sache. Denn ich hatte das Glück, in eine sympathische Familie einzuheiraten, mit der ich auch gerne Zeit verbringe. Trotzdem, wenn meine Frau Manuela mit ihrer Schwester Jessica und ihrer Mutter Ines unterwegs ist, wird daraus in der Regel eine ausgedehnte Sightseeing und Shopping Tour, die es möglichst zu vermeiden gilt.

Als guter Ehemann nehme ich deshalb die Einladung ins Tessin mit der Familie dankend an, verbinde sie aber mit einem längst fälligen Motorradtest - also ist für mich Männertour statt Trödelmarktshopping angesagt.
 

Das Männerbike

Für eine richtige Männertour braucht es natürlich auch ein muskelbepacktes Männerbike. Die Energica Eva Ribelle ist mit 145 PS und 215 Nm Drehmoment, was den Bizepsumfang betrifft, ziemlich weit oben in der Rangliste der Power-Nakes und somit genau die richtige Begleiterin für dieses Wochenende.
 
Für eine richtige Männertour braucht es natürlich auch ein muskelbepacktes Männerbike. Die Energica Eva Ribelle ist mit 145 PS und 215 Nm Drehmoment genau die richtige Begleiterin für dieses Wochenende.
 
Die elektrisierende Italienerin wird mir von der Schweizer Importeurin Extablish AG in Stans zur Verfügung gestellt. Nach einer kurzen Instruktion fahre ich von Stans über die Autobahn bis zur Ausfahrt vor Amsteg. Die darauf folgende Landstrasse ist sehr kurvenreich und auf den ersten Kilometern in der Regel eher schwach befahren. Ab Wassen fährt man bis Andermatt auch ausserhalb der Ferienzeit in der Kolonne. Deshalb geniesse ich auf dieser Teilstrecke die schöne Berglandschaft und verzichte auf unnötige Überholmanöver.

Nachdem sich der Verkehr in Andermatt wieder verteilt, folgt der spassige Teil der Tour. Die Fahrt über den Furkapass ist immer wieder ein Erlebnis - jedoch eins das mit Vorsicht zu geniessen ist. Die Strasse auf der Urnerseite st ein einigen Stellen mit Bodenwellen übersät und zudem auch kaum mit Leitplanken gesichert. Die Abfahrt in den Kanton Wallis ist mit deutlich frischerem Asphalt bepflastert. Hier ist die Eva Ribelle in ihrem Element und zieht mich zügig ins Tal. Nach einer kurzen Fahrt durchs Obergoms steht der Nufenen auf dem Programm. Ein oft vom Massenverkehr verschonter Pass, der aus meiner Sicht zu den schönsten Schweizer Strecken gehört.

Auf der Tessiner Seite führt mich meine Tour von Airolo bis zum Camping Gottardo in Faido, wo ich die Energica Eva Ribelle an die Ladestation anschliesse und uns beiden eine Verpflegungspause gönne. Von da aus ist es nur noch ein Katzensprung bis zu meinem Tagesziel Ronco sopra Ascona, das ich wegen dem anrückenden Tessiner Feierabend-Verkehr über die Autobahn anfahre.
 

Die Männerrunde

Nach einem schönen Abend im Schosse der Familie freue ich mich am darauffolgenden Morgen auf die geplante Rundtour mit der zwischenzeitlich wieder voll aufgeladenen Eva Ribelle.

Wir Männer reden uns gerne ein, dass die Länge keine Rolle spielt und in diesem Fall ist das sogar wahr. Die Rundstrecke, die direkt vor unserem Hotel beginnt, ist gerade mal 68 Kilometer kurz und trotzdem eine Tour, für die sich die Anreise ins Tessin lohnt.

Nach einer kurzen Fahrt entlang des Seeufers des Lago Maggiore überquere ich die Grenze nach Italien und erreiche kurz darauf Cannobio. Von hier aus führt mich die folgende Strecke bis nach Malesco und durchs Centovalli zurück nach Ascona. Das heisst, gut eine Stunde in der ich eigentlich nur hart am Gas ziehe oder auf der Bremse stehe. Die Route ist ein wahres Fest für jeden Supermoto-Fahrer und auch mit dem Naked-Bike ein Garant für maximalen Adrenalinausstoss. Bis nach Ascona kann ich mich kaum dazu überwinden, zwischendurch anzuhalten, um ein paar Fotos von der schönen Landschaft zu schiessen.

Mit gefühlt zehn Zentimeter längeren Armen erreiche ich nach knapp zwei Stunden Fahrzeit wieder den Ausgangspunkt meiner Männerrunde, wo ich bei einem kühlen Bier die Aussicht auf den See geniesse.
 

Der Männerabend

Der erste Zwischenstopp auf der Heimreise ist die bekannte Ladestation in Faido. Nach einer kurzen Kaffeepause ist die Energica Eva Ribelle bereit für die Rückfahrt, die ich diesmal auf dem direkten Weg über den Gotthardpass antrete.
Die breite, gut ausgebaute Strecke ist genau das richtige, um die Tour etwas ruhiger ausklingen zu lassen.

In Stans angekommen, trenne ich mich schweren Herzens wieder von der roten Italienerin und fahre nach Hause. Da Manuela noch einen Tag länger mit der Familie im Tessin bleibt, freue ich mich auf den Männerabend zu Hause mit Pizza und Bier. Und hätte ich beim Einkaufen auf dem Heimweg nicht den Mozzarella für die Pizza vergessen, wäre mein Männerabend vermutlich so toll geworden wie der Rest des Wochenendes. Da freut man(n) sich darauf, dass die Frau am nächsten Tag wieder nach Hause kommt - und zwar nicht nur weil sie daran denkt, den Mozzarella einzukaufen. :)

Meine Fahreindrücke von meiner ersten Elektro-Motorradtour mit der Energica Eva Ribelle könnt ihr übrigens im ausführlichen Fahrbericht nachlesen.
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