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Schwarzwaldtour mit dem Ténéré Owners Club

Schweizer Reiseendurostrecken: Morgetebach
4. Mai 2022
Serial 1: 100% Brumotti – 100% Harley-Davidson
6. Mai 2022

Meine erste Motorradclub-Mitgliedschaft

Eigentlich bin ich überhaupt nicht der Typ für Motorradclubs. Nicht weil ich nicht gesellig bin - im Gegenteil. Aber ich fahre nicht besonders gern in grossen Gruppen, da dies meiner Erfahrung nach in einer lahmarschigen Geschichte endet. Alle Nase lang meldet sich jemand, der sein Gepäck verloren hat, vergessen hat zu tanken oder dringend zur Toilette muss. Ausserdem fehlt mir während der Töffsaison schlicht und einfach die Zeit und die Motivation, um an den ganzen Kegel- und Jass-Abenden teilzunehmen, die in den meisten Töffclubs gang und gäbe sind.
 
In meiner ersten Saison mit der Ténéré 700 wurde ich von einigen Mitgliedern auf den TOC (Ténéré Owners Club Switzerland) aufmerksam gemacht. Anfang letzte Saison schaute ich mich auf der Website mit der einprägsamen Adresse tenere.ch um. Direkt auf der Startseite steht unübersehbar das Jahresprogramm. Da ist von Jassen und Kegeln keine Spur. Beim Ténéré Owners Club Switzerland geht es ums Wesentliche - hier wird Motorrad gefahren. Also habe ich mich kurzentschlossen angemeldet und wurde zu meiner Überraschung nicht nur aufgenommen, sondern sogar zum 100. Mitglied gekürt. Ich bedanke mich an dieser Stelle noch einmal für die Club-Aufnahme und die zufallsverdankte Ehre. :)
 
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Die TOC-Eröffnungsfahrt 2022 - zum ersten Mal dabei

In der letzten Saison bin ich leider nicht mehr dazu gekommen, an einem der TOC-Anlässe teilzunehmen. Doch in diesem Jahr habe ich mir gleich zwei Termine reserviert: Die Eröffnungsfahrt mit der Schwarzwaldtour und die Ausfahrt im Gardasee-Gebiet.

Die Eröffnungsfahrt wurde von Wolfgang organisiert, der mir die Erlaubnis erteilt hat, die Route hier mit euch zu teilen. Auch dafür bedanke ich mich recht herzlich.

Die 17 TOC-Mitglieder, die sich zur diesjährigen Eröffnungsfahrt anmeldeten, stehen alle pünktlich am vereinbarten Treffpunkt, nahe der deutschen Grenze, bereit. Auf dem Parkplatz vor der Tankstelle wird schon rege diskutiert, als ich mit meiner Ténéré vorfahre. Ich werde von allen freundlich begrüsst und im Club willkommen geheissen - eine echt coole Truppe. Kurz darauf folgt eine kurze Einweisung durch Wolfgang und den Clubpräsidenten Erich. Danach geht es Schlag auf Schlag. Helm auf, Handschuhe an und los geht die Fahrt.
 
Mir wird schnell klar, dass meine Vorurteile gegenüber Motorradclubs, zumindest im Fall des TOC’s, völlig unbegründet waren. Hier wird nicht rumgetrödelt, sondern gefahren. Dafür, dass wir in einer Kolonne mit 17 Motorrädern unterwegs sind, sind wir erstaunlich zügig unterwegs. Unnötige Zwischenstopps gibt es nicht. Wolfang, der die Tour anführt, hält hin und wieder kurz an um sicher zu stellen, dass niemand den Anschluss verpasst hat und natürlich legen wir eine längere Pause um die Mittagszeit ein. Aber sonst sind wir durchgehend in vernünftigem Tempo auf Tour. Die Ausfahrt macht richtig Spass - da bin ich bestimmt nicht zum letzten Mal dabei.

Hervorragende Routenwahl - ausschliesslich auf Asphalt, dafür viele Kurven

Wolfgang hat die Route hervorragend vorbereitet. Ein spannender Abschnitt jagt den anderen. Wir sind fast während der ganzen Tour auf kurvigen Landstrassen unterwegs, die durch den Schwarzwald und vorbei an weiten, grünen Wiesen führen. Diese Route ist fahrtechnisch sowie auch landschaftlich ein Genuss.

Nachfahren lohnt sich: Die Route für Handynavigation sowie der GPX-Dateiexport stellen wir euch auf calimoto.com zur Verfügung.

Übernachtung in der Ruhe des Waldes

Touren durch den Schwarzwald sind immer wieder ein Highlight. Wäre nicht die nervige Anreise. Wir fahren von Zug aus gut eine Stunde lang über die Lastwagenverseuchten Autobahnen A1 und A2. Kein besonders schöner Einstieg bzw. Abschluss für die Schwarzwaldtour. Ich mache mich deshalb auf die Suche nach einem „Basecamp“ nahe der nördlichen Schweizer Grenze und werde in Wil (AG) fündig.
 
Auf dem Campingplatz Waldesruh ist der Name Programm. Der etwas höher gelegene Platz liegt direkt am Waldrand und bietet eine wunderschöne Aussicht über das Tal. Ich kann die Ténéré unmittelbar neben meinem Zeltplatz parkieren. Die Sanitären Anlagen, die nebenbei bemerkt schon fast als Wellnessanlage deklariert werden könnten, liegen nur ein paar Schritte entfernt. Gleiches gilt auch für das Bistro mit der wunderschönen Holzterrasse, auf der die Gäste mit hervorragenden frisch zubereiteten Gerichten verwöhnt werden.

Kurz nachdem ich das Zelt aufgestellt und ein kühles Bier getrunken habe, fängt es an zu regnen. Zeit sich ins Zelt zu verkriechen und den Abend ausklingen zu lassen. Nach einer wunderschönen und erholsamen Nacht an der frischen Luft belade ich die Ténéré und fahre zurück nach Hause. Auch den Campingplatz Waldesruh habe ich mit Sicherheit nicht zum letzten Mal besucht. Das moto-lifestyle.ch Basecamp für zukünftige Schwarzwaldtouren steht fest.

Übrigens, der Campingplatz Waldesruh ist nicht nur für Campingbegeisterte geeignet. Auf dem Platz gibt es auch eine Blockhütte, die Platz für 4 Erwachsene bietet. Alle Infos findet ihr auf campingwaldesruh.ch.

Yamaha Ténéré 700

Die Yamaha Ténéré 700 ist nicht nur ein Bike für Hardcore-Motorradreisende, die stundenlang über Schotterpisten brettern. Das Freiheitsgefühl, das dieses Bike ausstrahlt, hat extremes Suchtpotential.

Die Faszination dahinter ist einfach: Die Ténéré 700 bringt uns die Leichtigkeit des Motorradfahrens zurück. Keine Fahrmodi, kein elektronisch einstellbares Fahrwerk, keine Traktionskontrolle - einfach ein gut abgestimmtes Bike, das in jeder Situation funktioniert.

Aus unserer Sicht ist die Ténéré 700 das ideale Tourenbike. Sie gehört seit Anfang 2020 zu unserem Fuhrpark und da wird sie noch eine sehr lange Zeit bleiben.
 
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