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Sommerferien in der Schweiz

Glaubenberg-Panoramastrasse
9. September 2020
Neues Equipment für unseren Motorrad-Urlaub
15. September 2020

Die Qual der Wahl

Die Sommerferien auf dem Motorrad zu verbringen, war in diesem Jahr gar nicht so einfach. Denn trotz offener Grenzen wollten wir aufgrund der aktuellen Situation in der Schweiz bleiben. Denn einerseits weiss man nie, ob man nach der Rückkehr in die Quarantäne verbannt wird und andererseits wollten wir auch die Schweizer Wirtschaft unterstützen. Also waren 2020 Ferien im schönen Heimatland angesagt.

Doch tagelang über die überfüllten Schweizer Passstrassen zu düsen, erschien uns auch nicht als der beste Plan. Deshalb haben wir uns dazu entschieden, uns nicht zu entscheiden. Das heisst, wir bepackten unsere Yamaha Ténéré 700 mit Campingausrüstung und sind einfach mal losgefahren.
 

Härteprobe für unsere Sommerbekleidung

Unser erstes Ziel ist der Thermal Camping Brigerbad. Ein altbekannter Platz, den wir immer wieder gerne besuchen. Doch die ersehnten, wärmenden Sonnenstrahlen müssen hart verdient werden, denn auf dem Weg in Richtung Furka regnet es nur einmal. In Andermatt legen wir eine verfrühte Mittagspause ein, um uns vor der Passfahrt noch etwas aufzuwärmen. Ein guter Plan – auf der Passhöhe sinkt das Quecksilber auf 4 Grad und das bei anhaltendem Regen. Eine echte Härteprobe für unsere Sommerbekleidung, die dank dem Regenkombi von iXS tadellos bestanden wird.

Auf der Walliser Seite freuen wir uns über die ersten Sonnenstrahlen und steigende Temperaturen – die Sommerferien können beginnen.
 

Überraschender Besuch

Nach der ersten, erholsamen Nacht auf dem Campingplatz bekommen wir überraschenden Besuch von Freunden. Mara und Marco mit ihren beiden Kindern Lena und Luke, haben sich spontan dazu entschieden, ihren Urlaub auf dem Campingplatz zu verbringen.

Die kommenden drei Tage verbringen wir zusammen mit der aufgestellten Familie, die etwas mehr Leben in unseren ersten Ferienabschnitt bringt, als wir es uns als kinderloses Paar gewohnt sind. Was aber nicht heissen soll, dass es uns keinen Spass macht - im Gegenteil.

Am Tag geniessen wir die Sonne im wunderschönen Thermalbad und am Abend die kulinarischen Köstlichkeiten, die von den Restaurants in der Nahen Umgebung angeboten werden. Ein besonderes Highlight ist das in Gehdistanz liegende Restaurant zur Traube, das unter anderem eine breite Auswahl an frisch zubereiteten Cordonbleus anbietet.
Strandbad Camping Gäsi
 

Neuer Campingplatz, neues Glück

Nach vier Tagen verabschieden wir uns von Mara, Marco, Lena und Luke, ziehen weiter in Richtung Interlaken und entdecken dabei eine wahre Perle: Der Camping Lazy Rancho liegt zwischen dem Brienzer- und dem Thuner-See, in Unterseen bei Interlaken. Das Ehepaar Aline und Stephan Balatter-Rieder, deren Familie den Campingplatz schon seit über 50 Jahren betreibt, erweist sich als ausgesprochen freundlich und und begrüsst Motorradfahrer genauso herzlich wie alle anderen Gäste. Der Platz ist auffällig gut gepflegt, mit grosszügigen sanitären Anlagen, einem kleinen Einkaufsladen und sogar mit einem Pool ausgestattet.
Wer lieber in der Natur badet, kann dies entweder im nahegelegenen Lombach oder Thunersee tun. Beide Möglichkeiten sind in wenigen Minuten zu Fuss erreichbar.

Die Abende verbringen wir in Unterseen, bzw. Interlaken. Die beiden zusammengewachsenen, durch die Aaare getrennten Städte haben einiges zu bieten. Es gibt zahlreiche Bars, Clubs und Restaurants, in denen man sich bis spät in die Nacht vergnügen kann. Wir beschränken uns auf jeweils einen Apéro und ein gutes Essen. Besonders empfehlenswert sind das Restaurant Stadthaus (Schweizer Küche) und das Arcobaleno (Italienisch).
 

Die Thuner Hausrunde darf nicht fehlen

Der Gurnigel ist in der ganzen Schweiz bekannt als die Hausstrecke der Berner Oberländer. Wenn wir schon unsere Ferien am Thunersee verbringen, lassen wir uns natürlich nicht zweimal bitten.

Den Gurnigel sind wir vor Jahren schon mal gefahren, den Jaunpass noch nie. Und ja - die Anwohner sind nicht ohne Grund stolz auf ihre Hausstrecke. Die Tour besteht gefühlt ausschliesslich aus Kurven und ist landschaftlich aussergewöhnlich reizvoll. Ausserdem ist sie auch während der Ferienzeit auffallend schwach befahren. Eine Runde die wir mit Sicherheit nicht zum letzten Mal gedreht haben.

Und schon ist es vorbei

Ferien sind immer viel zu schnell zu Ende. Doch dieser Urlaub war gefühlt nicht so kurz wie gewohnt, dafür haben wir zu viel erlebt.
Eine verregnete Anreise, tolle Badeferien im Wallis mit Mara, Marco, Lena und Luke, die Fahrt vom Wallis nach Unterseen, der unvergessliche Aufenthalt auf dem Camping Lazy Rancho und die Ausfahrt über den Gurnigel- und den Jaunpass.

Ferien in der Schweiz sind also gar nicht so übel, wie viel zu oft behauptet wird. Aber zu teuer? Nein, sind sie auch nicht: Zu Hause angekommen folgt der Kassensturz. Über den Daumen gepeilt hat uns der ganze Urlaub rund 100 Franken pro Person und Tag gekostet - inklusive Übernachtung, Benzin und Essen im Restaurant. Da kann man sich wirklich nicht beschweren.

Um die Ferien auf dem Campingplatz mit dem Töff geniessen zu können, braucht man jedoch das passende Equipment. Die kurze Vorstellung unserer wichtigsten, neuen Ausrüstungsgegenstände folgt ihr im zweiten Teil dieses Artikels.
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