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Schnell gepackt und los gehts

Wenn man den Meinungen in den einschlägigen Foren Glauben schenkt gehört die Yamaha Ténéré in erster Linie ins Gelände. Klar, lange Federwege, grobes Profil, warum also damit auf der Strasse fahren?

Die Schweizer Realität sieht jedoch etwas anders aus - besonders 2020. Eigentlich wollten wir diesen Sommer eine Schotter-Tour durch Italien fahren. Doch in der aktuellen Situation weiss man nie, ob einem nach der Rückreise die Quarantäne erwartet - also bleiben wir vorsichtshalber in der Schweiz.
 
Auch hier kann man mit der Yamaha Ténéré 700 Spass haben, auch wenn der Geländeanteil unter den gefahrenen Kilometer in dieser Saison eher dünn ausfallen wird. Schlussendlich ist die Ténéré eine Reiseenduro wie jede andere auch - mit dem Unterschied, dass sie etwas geländegängiger ist als die meisten Konkurrentinnen. Das heisst aber nicht, dass sie auf der Strasse eine schlechtere Figur macht und dass sie weniger Reisetauglich ist - im Gegenteil. Auch im Strassenbetrieb sorgt die leichte und spritzige Enduro für mächtig viel Fahrspass.

Also haben wir unseren japanischen Lastenesel schnell bepackt um damit vor unserem Sommerurlaub einen spontanen Kurztrip unter die Räder zu nehmen.
 

Sand zwischen den Zehen

Auf der Suche nach einem passenden Ziel, sind wir auf den Campingplatz Gäsi am Walensee gestossen. Von der Zentralschweiz aus schnell über den Klausenpass erreichbar und direkt am See mit eigenem Sandstrand? Da lassen wir uns nicht zweimal bitten.

Zudem ist es die ideale Gelegenheit unser neues Zelt zu testen. Im letzten Jahr waren wir mit dem MSR Elixir 2 unterwegs. Leicht, geringes Packmass und schnell aufgestellt – eigentlich das perfekte Zelt für Motorradtouren. Leider bietet es kaum Stauraum für Gepäck und Töffbekleidung. Deshalb sind wir auf das Outwell Earth 3 umgestiegen. Das Tunnelzelt ist etwas schwerer und nicht ganz so gut belüftet wie das MSR, dafür bietet es dank dem 1.90 Meter langen Vorzelt genug Platz für Gepäck und Ausrüstung und ist dazu noch überraschend günstig.
Strandbad Camping Gäsi
 
Nach der kurzweiligen Anreise über den Klausen erreichen wir den Camping Gäsi, der gleich gegenüberliegenden Seeufer von Weesen liegt. Unsere Bikes können wir kostenlos auf dem Parkplatz abstellen. Gleich daneben führt ein kleiner Weg direkt in den finsteren Wald. Ein etwas ungewöhnlicher Anblick. Von den meisten Campingplätzen sind wir sonnige Rasenflächen gewohnt. Auf dem Camping Gäsi kann man sich ein lauschiges Plätzchen zwischen den Bäumen aussuchen - mal etwas anderes.

Das Highlight des Platzes am Walensee ist jedoch das Strandbad. Der wunderschön gelegene Sandstrand ist der perfekte Ersatz für die in diesem Jahr ausfallenden Ferien am Meer. Ein wunderschönes Fleckchen, wenn man mal wieder etwas Sand zwischen den Zehen spüren und den Ausblick aufs Wasser geniessen will.
 
Nach einem (sehr) kurzen Sprung in den etwas zu kalten Walensee, verbringen wir einen wunderschönen Nachmittag mit feinem Esse und ein paar Drinks in der schattigen Gäsi-Gartenbeiz, bevor wir uns gegen Abend in unser Zelt verkriechen und uns die dringend benötigte Portion Schlaf gönnen. Ganz so ruhig wie erwartet ist die Nacht in der Natur diesmal jedoch nicht. Im Gäsi nimmt man es mit der Nachtruhe nicht ganz so genau wie auf anderen Campingplätzen. Ausserdem ist die nahegelegene Autobahn sowie die Bahnlinie hörbar. Trotzdem schlafen wir schnell ein und starten am nächsten Morgen erholt in den Tag.
Schlussendlich hat sich die Fahrt an den Walensee gelohnt. Der Campingplatz Gäsi ist schönes Ziel für Wochenendausflüge mit dem Töff und ist, dank der Nähe zum Bündnerland auch als Ausgangspunkt für Tagestouren und somit auch für längere Aufenthalte, ideal gelegen. Klar, die Nähe zu Autobahn und Bahnlinie ist sicher ein kleiner Minuspunkt. Dafür glänzt der Platz mit den schattigen Zeltplätzen, der wunderschönen Badi und dem tollen Restaurant.

Falls ihr auch mal wieder etwas Sand zwischen den Zehen braucht und am Wochenende nichts vorhabt, können wir den Ausflug ins Glarnerland auf jeden Fall empfehlen. Kostet etwas mehr als nichts und ihr werdet auf jeden Fall ein paar schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.
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